Zur Wirtschaftsentwicklung in CEE-Staaten

Kommentar zur Lage für die vom ÖGLV betreuten Länder von 2023 bis Vorschau 2026

– 12. Mai 2025 –

2023 war auch bei unseren Nachbarländern eine Zäsur in der Entwicklung der Wirtschaftsleistung. Aber schon 2024 ist das BIP in allen 6 Ländern wieder gestiegen und soll sich heuer und 2026 wieder verbessern. Anders entwickelt sich die Teuerung, die sich in diesen 4 Jahren um fast 50% für Tschechien, Slowakei und Slowenien verringert hat, ausgenommen dem Handelsverkehr. In Kroatien und Polen sind die Verbraucherpreise um rund ein Drittel gesunken, in Ungarn erreicht dieser Wert minus 16%.

Ähnlich ist die Budgetentwicklung, die in Kroatien, Tschechien und Slowenien unter den Werten von 3% liegen wird, in Polen und Ungarn  aber 2026 etwa 4,8% erreichen kann.

Die Staatsschulden zeigen keine wesentlichen Veränderungen und bewegen sich in Tschechien und Kroatien unter der Grenze von 60%, in Polen und der Slowakei nur knapp darüber. In Slowenien (63%) und besonders in Ungarn (fast 72%) liegen diese Werte deutlich über 60%.

Die Auslandsschulden bewegen sich in Polen, Tschechien und Kroatien in einem verträglichen Bereich, steigen bis 2026 aber in Slowenien und der Slowakei nahe an 90% des BIP und erreichen in Ungarn den Spitzenwert von fast 108%.

Zusammengefasst kann man mit der Wirtschaftslage dieser 6 Länder zufrieden sein, allerdings sind dabei die Effekte der US-Zollpolitik nicht berücksichtigt. Es ist zu hoffen, dass die EU mit den USA in absehbarer Zeit eine für beide Seiten vertrettbare Lösung zustande bringt.

Dr. Rene Haiden