Die Wirtschaft in den Nachbarländern in Zeiten von Corona

– 01. März 2021 –

Beim BIP zeigt sich 2020 ein deutlicher Einbruch aufgrund der Corona-Pandemie, der sich sowohl beim privaten Konsum als auch bei den Investitionen widerspiegelt. Noch stärker zeigt sich dies bei den Exporten, ebenso bei der öffentlichen Verschuldung.

Auch der Arbeitsmarkt hat 2020 gelitten, die Arbeitslosenrate dürfte nicht so bald die Werte des Jahres 2019 erreichen.

Offen ist, ob die Prognosewerte für 2021 realisiert werden, da weltweit die Auswirkungen im Gesundheitswesen trotz eines wirksamen Impfstoffes noch nicht zu 100 % eingeschätzt werden können. In allen Ländern geht man von einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung aus, ein Faktum, das auch im Ranking zum Ausdruck kommt.

Ein Vergleich mit Österreich für 2021 lässt erkennen, dass unsere mittel- und osteuropäischen Nachbarländer mit einer wesentlich höheren Konjunktur rechnen, ihre Arbeitslosenrate wird möglicherweise niedriger sein als in Österreich, und die öffentliche Verschuldung liegt in Tschechien, Polen und der Slowakei weit unter der in unserem Land.

Dagegen ist die Kaufkraft in Österreich deutlich höher als in den sechs Vergleichsländern.

 

Dr. Rene Haiden e.h.

Jänner 2021

*)  Schätzung    **) Voraussage

Quelle: Unicredit CEE Quarterly Research, Jänner 2021